
Trados, seit der Übernahme durch SDL 2005 unter der Bezeichnung „SDL Language Technologies“ firmierend, wurde im Jahr 1984 eingeführt und hat sich zu einem der weltweit führenden Tools in der Übersetzungsbranche entwickelt.
SDL Language Technologies entwickelt beständig innovative und zuverlässige Lösungen im Bereich Translation Memory-Software. So konnte das Unternehmen seine Kundenbasis stetig ausbauen: Mittlerweile arbeiten mehr als 170.000 Übersetzer mit SDL – von Freiberuflern bis hin zu großen Übersetzungsagenturen.
Trados (TRAnslation & DOcumentation Software) wurde 1984 von Jochen Hummel und Iko Knyphausen in Stuttgart gegründet. Zu Beginn hatte man mit Trados einen Sprachdienstleister gründen wollen, um den Zuschlag für Übersetzungsprojekt von IBM zu erhalten.
Mitte der Achtziger Jahre war mit Computer-Assisted Translation (computergestützte Übersetzung, CAT) eine neue Technologie auf dem Vormarsch, die der steigenden Nachfrage nach lokalisierten Inhalten Rechnung tragen sollte. Übersetzer konnten mit der Vielzahl an Projekten, die ihre Kunden ihnen zutrugen, kaum noch Schritt halten. Es musste also eine Lösung gefunden werden, um die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage zu schließen. Hummel und Knyphausen erkannten den Bedarf der Branche an technologischer Unterstützung und begannen mit der Entwicklung eines Tools, das diesem Problem entgegenwirken konnte.
Im Jahr 1988, als die ersten Translation Memory-Lösungen auf den Markt kamen, entwickelte Trados „TED“, eine rudimentäre Version von Translator's Workbench, heute Bestandteil von SDL Trados 2007 Suite. Etwa zur selben Zeit entschloss sich Trados zur Spaltung des Unternehmens, um sich voll und ganz auf die Entwicklung von Übersetzungssoftware konzentrieren zu können. In diesem Zuge wurde der Geschäftsbereich für Übersetzungsdienstleistungen zu INK in den Niederlanden verlegt. Es dauerte noch eine Weile, bis sich Trados einen Namen als Anbieter von Übersetzungstechnologie gemacht hatte. Doch erfolgreiche strategische Schachzüge wie beispielsweise die Umstellung auf Microsoft Windows als Entwicklungsumgebung trugen zur raschen Marktpositionierung bei.
MultiTerm, eine heute als SDL MultiTerm bekannte Terminologiedatenbank, war 1990 das erste Produkt aus dem Hause Trados. Zwei Jahre später wurde die erste Version von Translator's Workbench veröffentlicht. Mitte der 90er Jahre begann Trados, die Expansion des Unternehmens voranzutreiben. Mit Matthias Heyn schloss sich ein Computerlinguist der Universität Stuttgart dem Unternehmen an. Er entwickelte mit T Align, einer Vorgängerversion der SDL Trados 2007 Suite Komponente WinAlign, das erste Alignment-Tool auf dem Markt. Außerdem begann Trados, mit zusätzlichen Standorten in Brüssel, Virginia, Großbritannien und der Schweiz ein Netzwerk internationaler Niederlassungen aufzubauen.
Der Markt für Übersetzungssoftware war in den 90er Jahren von großen technologischen Fortschritten geprägt. Nun, da nicht nur die Leistungsfähigkeit der Computer zunahm, sondern die Geräte darüber hinaus auch immer erschwinglicher wurden, wuchs auch die Bedeutung von CAT-Tools stetig. Die dank der Verwendung von Translation Memory-Tools auf Desktop-Ebene gewonnenen Zeit- und Kosteneinsparungen schlugen sich in beachtlichen Produktivitätssteigerungen nieder. Und durch die gemeinsame Nutzung von Übersetzungsressourcen in Echtzeit mittels von über das Internet bereitgestellten Server-Technologien konnte die Abwicklung von Übersetzungsprojekten zusätzlich beschleunigt werden. Die auf diese Weise erhöhte Durchsatzrate bei der Lokalisierung versetzte Unternehmen in die Lage, auf neuen Märkten Fuß zu fassen und ihre Inhalte in der Sprache ihrer Kunden zu veröffentlichen.
Obgleich immer mehr Anbieter von Übersetzungssoftware auf den Markt drängten, konnte Trados seinen hohen Marktanteil in der Übersetzungsbranche auch im neuen Jahrtausend behaupten. Die Übernahme von Trados durch SDL im Jahre 2005 ermöglichte es den beiden Marktführern, ihre produktbezogene und technische Expertise zu bündeln und so für ihre Kunden noch umfassendere Lösungen mit einem stetig wachsenden Funktionsspektrum zu entwickeln. Die neueste Lösung, SDL Trados Studio 2009, basiert auf der umfassenden Erfahrung von 25 Jahren Forschung und Entwicklung: SDL Trados Studio 2009 verbindet nicht nur die größten Vorteile von Trados und SDLX, es leitete auch die nächste Generation der Translation Memory-Software ein, die mit zuverlässige Technologien und innovativen Funktionen wie AutoSuggest, QuickPlace oder Echtzeit-Vorschau das Arbeitsverhalten der Benutzer von Grund auf revolutionieren wird.
2009 feierte SDL das 25-jährige Bestehen von Trados mit zahlreichen Sonderaktionen und Veranstaltungen. Wir möchten uns auf diesem Wege für das im vergangenen Vierteljahrhundert entgegengebrachte Vertrauen bedanken und hoffen, Sie freuen sich bereits ebenso wie wir auf die nächsten 25 Jahre weiterer Innovationen für die Übersetzungsbranche.